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Klick-and-Point-Adventures: Die einen lieben sie, die anderen würden am liebsten einschlafen. Ich gehöre zur ersten Fraktion. Gute Adventures finden bei mir immer Beachtung. Der erste Teil der “Geheimakte”-Reihe habe ich auch sehr gerne gespielt, die Story war spannend, das Ende war ok. Die Rätsel und die Schauplätze im ersten Teil waren nicht herausragend aber trotzdem sehr gut. Alles in allem ein solides Adventure mit einer sehr guten Story. Daran hat der zweite Teil leider überhaupt nicht angeknüpft. Geheimakte 2 ist ein Adventure der untersten Schublade. Doch fangen wir erstmal von vorne an.

Geheimakte 2 Puritas Cordis

Nina und Max, das äh… Traumpaar?

Die Story spielt zeitlich wenige Monate nach Geheimakte 1. Nina Kalenkow (die Protagonistin des ersten Teils) macht Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff um sich von ihrer Trennung von Max Gruber (der zweite Protagonist des ersten Teils) zu erholen. Auf dem Schiff passieren aber sehr merkwürdige Dinge und zum Schluss geht das Schiff auf Grund einer riesigen Flutwelle unter. Nina konnte sich an Land retten. Ab diesem Punkt bleibt Nina in Frankreich und reist durch verschiedene Orte.
Max dagegen ist auf einer tropischen Insel im Jungel und wollte eigentlich mit seiner Kollegin Sam die Insel erforschen. Hierbei wird er allerdings von Männern von Puritas Cordis (einer Sekte) gefangen genommen und in deren Hauptquatier gebracht.
Beide Geschichten werden parallel erzählt. Nach jedem Schauplatz wechselt man zur anderen Person und spielt dort erst einmal weiter.
Am Ende erst kommen beide Protagonisten im Hauptquatier der Puritas Cordis zusammen, da beide gefangen genommen werden. Diese Erzählweise finde ich an sich sogar sehr schön, da man beide Geschichten auf einander zu arbeiten lässt. Allerdings ist es sehr schade, dass die beiden Protagonisten 95% des Spiels nichts mit einander zu tun haben und jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Der wichtigste Part eines Adventures: Die Story

Soweit zum Aufbau. Die Story an sich möchte ich gar nicht groß spoilern. Man kann allerdings schon sehr früh im Spiel die Entwicklung der Story vorraussehen. Abgesehen davon erzählt sich das Spiel auch eher langeweilig. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl da muss noch was kommen, damit die Story mich packt. Die Krönung der mittelmäßigen Story ist aber das Ende. Das Ende ist einfach banal und kein bisschen befriedigend. Man hätte durchaus noch einiges aus dem Grundgedanken und der Prämise machen können. Nina sagt selbst am Ende: “Es ging also wieder mal nur um Macht”. Und das beschreibt die Story eigentlich auch ganz gut: Terroristen, getarnt als Sekte, wollen die Weltherrschaft an sich reißen.

Wo bin ich hier?

Eine gutes Adventure braucht natürlich auch gute Schauplätze. In “Geheimakte: Tunguska” waren diese sehr gut gewählt. Im zweiten Teil scheinen die Entwickler allerdings jegliche Kreativität verloren zu haben. Es gibt zwar durchaus einige Ausnahmen, im Großen und Ganzen sind die Schauplätze jedoch eher langweilig und sehr generisch.

Deadalic-Qualität? Wohl eher nicht.

Man muss vielleicht dazu sagen, dass mein vorheriges Adventure die Deponia-Reihe war. Deadalic hat sich mittlerweile zu einem der besten Entwickler für Adventures gemausert. Der Humor, die Charaktere, die Dialoge. In allen diesen Punkten unterliegt Geheimakte 2 gnadenlos. Ein Vergleich sollte gar nicht Teil dieses Tests sein, allerdings müssen sich andere Entwicklerstudios schon sehr ins Zeug legen um mit Deadalics Standard mitzuhalten.
Grafik und Artstyle werden beim Adventure oft vernachlässigt
So leider auch hier. Die Grafik ist leider nicht sehr detailgetreu oder real. Klar ist das kein Entscheidungskriterium bei einem Klick-Spiel, es kommt darauf an was erzählt wird. Trotzdem möchte ich nicht, dass die 3 Jahre alte Engine ohne Verbesserungen oder Änderungen wieder verwendet wird.

Fazit

6Wie schon am Anfang gesagt: Das Spiel spielt eher ganz unten bei den Adventures mit. Diese Wahrnehmung hatte zumindest ich, und das kommt wahrscheinlich, wie schon gesagt, von den vorher gespielten Deponia-Teilen. Wer sich jetzt völlig abgeschreckt fühlt: Das Spiel ist durchaus spielbar. Ich hab es ja auch getan und ein wirklich großes K.O.-Kriterium kann man diesem Spiel wohl eher nicht anhängen. Aber man sollte insgesamt doch ein sehr mittelmäßiges Adventure erwarten.

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31. Januar 2014 • Von Jonas • Thema:

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